KURSPROGRAMM 2009 UND 2010
Campus Muristalden
WÖCHENTLICHES MALEN IN BERN HERBST 09
20. Oktober / 27. Oktober / 17. November / 24. November / 1.Dezember /8.Dezember / 15. Dezember (anfangs November fällt das Malen zweimal aus wegen einer Weiterbildung von Katharina in den Philippinen und in Japan)
Programm: 7x 2 Std. 15 Min.
Aufteilung der Kurszeiten: von 2. Oktober. – 15. Dezember 09
-13.30 - 15.45: Weiterführender Kurs
-16.00 - 18.15: Weiterführender Kurs Chrysanthemen, Herbstmotive: Blätter, Zweige ,
-18.45 - 21.00: Weiterführender Kurs
Herbstmotive in allen Gruppen, individuelle Wünsche werden nach Möglichkeit aufgenommen. Die verschiedenen Gruppen unterscheiden sich inhaltlich wenig. Es ist eindrücklich, wie unterschiedlich oft das gleiche Motiv je nach Teilnehmer/innen und Gruppe aufgenommen wird. Für Beginnende ist ein Einführungswochenende empfehlenswert
Kosten für 7 Kurseinheiten in Bern SFr. 300.- oder Sfr. 480.- für zwei Kurseinheiten nacheinender.
KURSPROGRAMM 2010
Campus Muristalten
WÖCHENTLICHES MALEN IN BERN
1. KURSEINHEIT: 12. JANUAR - 23. FEBRUAR
12. Januar | 19. Januar | 26. Januar | 2. Februar |
9. Februar | 16. Februar | 23. Februar
2. KURSEINHEIT: 27. APRIL - 8. JUNI
27. April | 04. Mai | 11. Mai | 18. Mai |
25. Mai | 1. Juni | 8. Juni
Programm der Kurseinheiten 7 x 2 Std. 15 Min.
Aufteilung der Kursthemen von 12. Januar - 23. Februar:
-13.30-15.45: Weiterführender Kurs
-16.00-18.15: Einführung, Schwerpunkt Bambus
-18.45-21.00:Weiterführender Kurs
Kosten für 7 Kurseinheiten in Bern SFr. 300.-
3. KURSEINHEIT: (voraussichtlich)
26. Oktober | 2. November | 9. November |
16. November | 23. November | 30. November |
7. Dezember
Chalet Sunneschyn
MALWOCHENENDE IN SIGRISWIL
20.-21. FEBRUAR | 20.-21.MÄRZ | 19.-20. JUNI |
28.-29. AUGUST | 23.-24. OKTOBER
Die Wochenende können einzeln oder als Aufbau nacheinander besucht werden. Kursinhalt: Immer zuerst einführende Pinselübungen, je nach Stand und Wünschen der Gruppe Pflanzen der vier Edlen und der entsprechenden Jahreszeit.
Samstag: 9.30 Uh -18.00 Uhr 6 Std. Malen, 1 x Meditation.
Sonntag: 7.30-8.30 Uhr
Meditation für Personen, die in Sigriswil oder Gunten übernachten.
9.30-17.45 Programm wie Samstag
Kosten inkl. 2x Mittagessen und Frühstück am Sonntag:
Dana ( Empfelung SFr. 250 - 350.-)
Wer nicht nach Hause fährt, bitte Übernachtung rechtzeitig inidividuell organisieren.
Empfelungen:
Frau R. Boss B&B (Wyler) Rotbühlweg 70, 3655 Sigriswil Tel. 033 251 20 56
Frau E. Bauhofer, (Dorfzentrum) Räftlistrasse 9, 3655 Sigriswil Tel. 033 251 33 30
Für Kurse im Campus Muristalden und Chalet Sunneschyn
Anmeldung bitte direkt bei Katharina Shepherd.
Anmeldungen sind verbindlich Bei Abmeldungen werden SFr 50.-
Bearbeitungsgebühr erhoben. Erfolt eine sehr kurzfristige Abmeldung.
( 7 oder weniger Tage vor Kursbeginn) SFr. 150.-
Felsentor
TUSCHMALKURSE MIT ZENMEDITATION
14.-18. APRIL | 12.-16. MAI | 3.-7. NOVEMBER
Beginn: Mittwoch 18.30 Uhr
Ende: Sonntag 13.00 Uhr
Kursinhalt und Anmeldung
www.felsentor.ch
Benediktushof, Deutschland
TUSCHMALKURS MIT ZENMEDITATION
15.-19. AUGUST
Kursinhalt und Anmeldung
www.benediktushof-holzkirchen.de
München, Deutschland
TUSCHMALKURS MIT ZENMEDITATION
16.-19. SEPTEMBER
Zeit: Donnerstag 19.00 Uhr
bis Sonntag 16.00 Uhr
Kursinhalt und Anmeldung
www.gisela-drescher.de
Nicht so sehr das was entsteht, vielmehr das Entstehen selbst, absichtsloses Tun, die Hingabe im gegenwärtigen Augenblick stehen im Zentrum: Wir üben, mit wenigen Pinselstrichen Etwas auszudrücken, z. B. einige Bambusblätter zu malen. Wir realisieren, dass das Einfache nicht das Einfachste ist. Ein Weg der Hingabe und Absichtslosigkeit bringt uns Schritt für Schritt in intensiveren Kontakt mit dem Wesen aller Dinge, mit unserem wahren Sein.
Malen lernen heißt, sehen lernen. Indem wir unseren Malgegenstand, die Natur, wirklich anschauen und mit neuen Augen entdecken, vergessen wir uns für Momente ganz im Staunen, und werden achtsamer.
So wird unser Malen immer wieder neu zur Gelegenheit, ganz im Jetzt zu sein.
- Einführung in Malmaterial und Maltechnik: Formgestaltung durch entsprechenden Pinseldruck
Experimentieren mit „Tuschefarben“ (hell-dunkel) und unterschiedlicher Pinselführung
Einführung in Bambusmalerei, Fortsetzung für Personen, die schon frühere Kurse besuchten, besonders Pflanzen der „Edlen Vier“: Bambus, Orchidee Pflaume ,Chrysanthemen, Pflanzen, auch Blätter, Gemüse, Beeren etc. der Jahreszeit
Östliche Philosophie/Lebenshaltung
Tuschmalerei in der Gruppe, im Kurslokal
Viele unserer Malmotive wachsen direkt vor der Haustür, doch manchmal braucht es Zeit, bis man das Nahe-liegende sieht, bis das Wesen der oft unscheinbaren Begleiter zum Bild und Malmotiv wird. Schon Goethe sagte:
Was ist das Schwerste von allem?
Was dir das Leichteste dünkt:
Mit den Augen zu sehen,
was vor den Augen dir liegt.
Neben abstrakten einführenden Pinselübungen sind unsere Motive vorwiegend Pflanzen, vorweg die traditionellen „Edlen Vier“, Bambus, Orchidee, Pflaume und Chrysantheme. Wenn wir uns weiter vertiefen auf diesem Weg der Tusche, wird es zum Anliegen, vor allem das zu malen, wozu wir eine echte Beziehung haben. Je nach Person werden unterschiedliche Motive direkt ansprechen, das können auch Tiere, Landschaften, Häuser, Alltagsgegenstände oder abstrakte Motive sein. Im Kurslokal malen wir immer wieder auch Blumen, nicht irgendwelche imaginären Wunderblumen, vielmehr die echten Wunder: Spitzwegerich, Hirtentäschelkraut, Bambus Orchidee, Ahornblätter…..die hier und jetzt vor uns liegen, in einem Topf oder einer Vase auf unserem Maltisch stehen. Wir schauen und staunen. Indem wir sie malen schauen wir neu. Der Pinsel mit seinem feinen Haar streicht den Blütenblättern, tastet und streichelt gleichsam den Blättern, den Stielen entlang, setzt Punkte für Staubbeutel, Flecken, Samen. Wir sind völlig hineingenommen ins pulsierende Leben dieser Pflanzen, erfahren ihre Schönheit wie von innen. Es gibt keine Worte für die zarten Rundungen beim Stielansatz, die Feinheit von Staubbeutel und Stempel, die leuchtenden Farben der Blütenblätter, das wirre Haar an Stängel und Samen, die raffinierten Flugkörper gewisser Fallschirme zur Verbreitung ausgereifter Samen. Wir schauen, staunen: in der graziösen Leichtigkeit fernöstlicher Orchideenblätter entdecken wir die Schönheit all unserer Gräser neu, die kecke Zipfelmütze der Kapuzinerkressenblüte, die leuchtenden Teller der Silberdisteln geschützt und umarmt von ihren stachligen Blättern…. Wunder über Wunder… Möglicherweise bleibt unser Tuschebild, das was der Pinsel darstellen kann, weit hinter unserem Wahrgenommenen zurück; doch das Leuchten wird sichtbar auf den Gesichtern der Malenden.
Im gemeinsamen Staunen entsteht Etwas wie ein heilendes Kraftfeld.
Was auch in Künstlerkreisen bisher als zentral galt, das Individuum und seine individuelle kreative Leistung tritt in den Hintergrund, während unsichtbare Prozesse tragend werden. Indem wir ganz bei der Sache sind, ganz uns selber sind, stützen und tragen wir dieses Kraftfeld. Eine Idee (f)liegt wie ein Spielball in der Luft, erscheint in unzähligen immer neuen Varianten. Jedes Bild das entsteht, mag es auch nur als unbeholfener Versuch erscheinen, beeinflusst und inspiriert unser Tun, ermöglicht jedes weitere Bild.
Ichi go ichi e, wörtlich: Ein Treffen, ein Zusammensein, dieses Wort aus der Teezeremonie erinnert uns daran, wie einmalig jede Begegnung, das Zusammensein – und Tun mit anderen Menschen ist. Das heisst aber nicht, dass wir dauernd schauen, was der oder die Andere tut, im Gegenteil!
Ich bin einfach da. Im Hier und Jetzt lasse ich die Beziehungswirklichkeit zum Bambus zu. Ich vergesse mich, erfahre mich aufrecht als Rohr, tragend als Knoten, biegsam in den Zweigen, leer im Innern. Kein Raum für Emotionen, kein Gedanke an irgendwelche Ästhetik!
Wir schauen und malen, werden eins mit unserem Malgegenstand und unserem Tun.
Liebe und Schönheit, das was wir wesentlich sind, der Urstoff jeder Körperzelle, die Essenz allen Seins lässt sich kaum mit Worten benennen. Vielleicht sind Stille, Verehrung, Dankbarkeit zutreffender. Auch wenn noch längstens keine Meisterwerke entstehen, unser Staunen, unsere Hingabe im Tun sind Ausdruck dieser Liebe und Schönheit.
Je tiefer wir das Wunder unseres Seins, die Liebe zur Schöpfung erfahren, umso mehr wächst auch der Schmerz um alle leidenden Wesen und den Zustand unserer Erde, die wir rücksichtslos ausbeuten.
Staunen, die Liebe zum Leben spornt aber auch an, alle denkbaren Kräfte zu mobilisieren, um das zerstörte Gleichgewicht zu reparieren. Durch unser Verhalten zerstören wir Menschen vor allem uns selbst.
Es ist eine immense Herausforderung, zu sehen und wahrzunehmen was wir mit unserer Mitwelt tun, wie viel Zerstörung wir angerichtet haben, und uns dadurch nicht in unserer Kraft und Lebensfreude lähmen zu lassen. Wo unsere Lebenskraft unterdrückt („de-presst“) wird, nicht fliessen kann, ist Depression, wir sind kraftlos und krank.
Wenn es gelingt, zuzulassen was ist, wach und klar zu sehen: Bedrohendes sowie die unfassbaren Wunder unermesslicher Zeiträume (Zeiten- und Räume) der Schöpfung, erfahren wir gerade hier, tief in uns Gelassenheit und Ruhe - Im Wesentlichen ist gesorgt, das Wesentliche ist unzerstörbar.