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KURSPROGRAMM 2012 - JAPANISCHE TUSCHMALEREI



CAMPUS MURISTALDEN, WÖCHENTLICHES MALEN IN BERN

1.KURSEINHEIT: 24. JANUAR – 6. MÄRZ
24. Januar | 31. Januar | 7. Februar | 14. Februar | 21. Februar | 28. Februar | 6. März

2. KURSEINHEIT: 1. MAI – 12. JUNI
1. Mai | 8. Mai | 15.Mai | 22. Mai | 29. Mai | 5. Juni | 12. Juni

3. KURSEINHEIT: 23. OKTOBER – 4. DEZEMBER
23. Oktober | 30. Oktober | 6. November | 13. November | 20. November |
27. November | 4. Dezember

Drei Kurseinheiten 7 x 2 Std. 15. Min.
13.30 – 15.45 Kurs 1
16.00 – 18.15 Kurs 2
18. 45 – 21.00 Abendkurs
Kosten für 7 Kurseinheiten in Bern Sfr. 300.–


CHALET SUNNESCHYN MALWOCHENENDE IN SIGRISWIL
25. – 26. Februar | 5. – 6.Ma | 26. – 27. Ma | 28. – 29. Juli |
18. – 19. Augus | 3. – 4. November

Die Wochenende können einzeln oder als Aufbau nacheinender besucht werden. Kursinhalt: Immer zuerst einführende Pinselübungen, je nach Stand und Wünschen der Gruppe Pflanzen der „Vier Edlen“ und der entsprechenden Jahreszeit.
Samstag: 9.30 Uhr – 18.00 Uhr 6 Std. malen, 1 x Meditation
Sonntag: 7. 30 – 8.30 Uhr Meditation für Personen, die in Sigriswil oder Gunten übernachten.
8. 30 Uhr: Frühstück 9.30 – 17. 00 Uhr Programm wie am Samstag
Kosten incl. 2 x Mittagessen, Zwischenverpflegung und Frühstück am Sonntag: Sfr. 300.-
Wichtig: Kleine Gruppen mit maximal 10 Teilnehmer/innen! Es empfiehlt sich, für die Wochenende frühzeitig zu reservieren um sicher einen Platz zu bekommen.

Wer nicht nach Hause fährt, bitte Übernachtung rechtzeitig individuell organisieren. Empfehlungen:
Frau E. Bauhofer, Räftlistrasse 9, 3655 Sigriswil Tel. 033 251 33 30
Frau R.Boss B &B Rotbühlweg 70, Wyler, 3655 Sigriswil  Tel. 033 251 20 56


FELSENTOR: TUSCHMALKURSE MIT ZENMEDITATION

18. - 22. APRIL | 16. – 20. MAI | 10. – 14. OKTOBER

Beginn: Mittwoch 18.30 Uhr
Ende: Sonntag 13.00 Uhr
Kursinhalt und Anmeldung www.felsentor.ch


BENEDIKTUSHOF, DEUTSCHLAND: TUSCHMALKURS MIT ZENMEDITATION

09. – 13. SEPTEMBER

Kursinhalt und Anmeldung:
www.benediktushof-holzkirchen.de

 

KONTAKT UND KURSLEITUNG:
Katharina Shepherd
Chalet Sunneschyn
Egglenweg 13
CH-3655 Sigriswil
Tel 0041 33 251 33 66
info@tuschmalerei.ch

Für Kurse im Campus Muristalden und Chalet Sunneschyn Anmeldung bitte direkt bei Katharina Shepherd.
Anmeldungen sind verbindlich. Bei Abmeldungen wird eine Bearbeitungsgebühr von Sfr. 50.- erhoben. Erfolgt eine sehr kurzfristige Abmeldung (7 oder weniger Tage vor Kursbeginn) Sfr. 150.-


KURSPROGRAMM 2011


Campus Muristalten
WÖCHENTLICHES MALEN IN BERN

1. WINTERKURS: 18. JANUAR — 8. MÄRZ
18. Januar | 25. Januar | 1. Februar
15. Februar | 22. Februar | 1. März | 8. März

2. FRÜHLINGSKURS: 10. MAI — 21. JUNI
10. Mai | 17. Mai | 24. Mai | 31. Mai
7. Juni | 14. Juni | 21. Juni

3. HERBSTKURS: 25. OKTOBER — 6. DEZEMBER
25. Oktober | 1. November | 8. November | 15. November
22. November | 29. November | 6. Dezember

Je Kurs 7 × 2 Std. 15 Min.
Kosten für die Kurse in Bern Sfr. 300.–

13.30-15.45: Kurs 1
16.00-18.15: Kurs 2
18.45-21.00: Abendkurs


Chalet Sunneschyn
MALWOCHENENDE IN SIGRISWIL

26. – 27. Februar | 02. – 03. April
14. – 15. Mai | 27. – 28. August

Die Wochenende können einzeln oder als Aufbau nacheinander besucht werden. Kursinhalt: Immer zuerst einführende Pinselübungen, je nach Stand und Wünschen der Gruppe Pflanzen der Vier Edlen und der entsprechenden Jahreszeit.

Samstag: 9.30 Uhr – 18.00 Uhr 6 Std. Malen,
1 x Meditation.

Sonntag: 7.30 – 8.30 Uhr
Meditation für Personen, die in Sigriswil oder Gunten übernachten.
9.30 – 17.00 Programm wie Samstag

Kosten inkl. 2x Mittagessen und Frühstück am Sonntag: Sfr 300.–
Wer nicht nach Hause fährt, bitte Übernachtung rechtzeitig
inidividuell organisieren.

Empfelungen:
Frau R. Boss B&B Wyler 033 251 20 56
Frau E. Bauhofer, Dorfzentrum 033 251 33 30v


Felsentor
TUSCHMALKURSE MIT ZENMEDITATION


6. — 10. APRIL | 15. — 19. JUNI | 21. — 25. SEPTEMBER

Beginn: Mittwoch 18.30 Uhr
Ende: Sonntag 13.00 Uhr

Kursinhalt und Anmeldung www.felsentor.ch
Bitte beachten: Danaempfehlung Sfr. 250 – 400.–
(kleine Gruppen mit höchstens 15 Personen!)


Benediktushof, Deutschland
TUSCHMALKURS MIT ZENMEDITATION

04. – 08. SEPTEMBER
Kursinhalt und Anmeldung
www.benediktushof-holzkirchen.de



 

Allgemeines zum Kursinhalt


Nicht so sehr das was entsteht, vielmehr das Entstehen selbst, absichtsloses Tun, die Hingabe im gegenwärtigen Augenblick stehen im Zentrum: Wir üben, mit wenigen Pinselstrichen Etwas auszudrücken, z. B. einige Bambusblätter zu malen. Wir realisieren, dass das Einfache nicht das Einfachste ist. Ein Weg der Hingabe und Absichtslosigkeit bringt uns Schritt für Schritt in intensiveren Kontakt mit dem Wesen aller Dinge, mit unserem wahren Sein.
Malen lernen heißt, sehen lernen. Indem wir unseren Malgegenstand, die Natur, wirklich anschauen und mit neuen Augen entdecken, vergessen wir uns für Momente ganz im Staunen, und werden achtsamer.
So wird unser Malen immer wieder neu zur Gelegenheit, ganz im Jetzt zu sein.

- Einführung in Malmaterial und Maltechnik: Formgestaltung durch entsprechenden Pinseldruck
Experimentieren mit „Tuschefarben“ (hell-dunkel) und unterschiedlicher Pinselführung
Einführung in Bambusmalerei, Fortsetzung für Personen, die schon frühere Kurse besuchten, besonders Pflanzen der „Edlen Vier“: Bambus, Orchidee Pflaume ,Chrysanthemen, Pflanzen, auch Blätter, Gemüse, Beeren etc. der Jahreszeit
Östliche Philosophie/Lebenshaltung

 

Tuschmalerei in der Gruppe, im Kurslokal

Viele unserer Malmotive wachsen direkt vor der Haustür, doch manchmal braucht es Zeit, bis man das Nahe-liegende sieht, bis das Wesen der oft unscheinbaren Begleiter zum Bild und Malmotiv wird. Schon Goethe sagte:

Was ist das Schwerste von allem?
Was dir das Leichteste dünkt:
Mit den Augen zu sehen,
was vor den Augen dir liegt.

Neben abstrakten einführenden Pinselübungen sind unsere Motive vorwiegend Pflanzen, vorweg die traditionellen „Edlen Vier“, Bambus, Orchidee, Pflaume und Chrysantheme. Wenn wir uns weiter vertiefen auf diesem Weg der Tusche, wird es zum Anliegen, vor allem das zu malen, wozu wir eine echte Beziehung haben. Je nach Person werden unterschiedliche Motive direkt ansprechen, das können auch Tiere, Landschaften, Häuser, Alltagsgegenstände oder abstrakte Motive sein. Im Kurslokal malen wir immer wieder auch Blumen, nicht irgendwelche imaginären Wunderblumen, vielmehr die echten Wunder: Spitzwegerich, Hirtentäschelkraut, Bambus Orchidee, Ahornblätter…..die hier und jetzt vor uns liegen, in einem Topf oder einer Vase auf unserem Maltisch stehen. Wir schauen und staunen. Indem wir sie malen schauen wir neu. Der Pinsel mit seinem feinen Haar streicht den Blütenblättern, tastet und streichelt gleichsam den Blättern, den Stielen entlang, setzt Punkte für Staubbeutel, Flecken, Samen. Wir sind völlig hineingenommen ins pulsierende Leben dieser Pflanzen, erfahren ihre Schönheit wie von innen. Es gibt keine Worte für die zarten Rundungen beim Stielansatz, die Feinheit von Staubbeutel und Stempel, die leuchtenden Farben der Blütenblätter, das wirre Haar an Stängel und Samen, die raffinierten Flugkörper gewisser Fallschirme zur Verbreitung ausgereifter Samen. Wir schauen, staunen: in der graziösen Leichtigkeit fernöstlicher Orchideenblätter entdecken wir die Schönheit all unserer Gräser neu, die kecke Zipfelmütze der Kapuzinerkressenblüte, die leuchtenden Teller der Silberdisteln geschützt und umarmt von ihren stachligen Blättern…. Wunder über Wunder… Möglicherweise bleibt unser Tuschebild, das was der Pinsel darstellen kann, weit hinter unserem Wahrgenommenen zurück; doch das Leuchten wird sichtbar auf den Gesichtern der Malenden.
Im gemeinsamen Staunen entsteht Etwas wie ein heilendes Kraftfeld.
Was auch in Künstlerkreisen bisher als zentral galt, das Individuum und seine individuelle kreative Leistung tritt in den Hintergrund, während unsichtbare Prozesse tragend werden. Indem wir ganz bei der Sache sind, ganz uns selber sind, stützen und tragen wir dieses Kraftfeld. Eine Idee (f)liegt wie ein Spielball in der Luft, erscheint in unzähligen immer neuen Varianten. Jedes Bild das entsteht, mag es auch nur als unbeholfener Versuch erscheinen, beeinflusst und inspiriert unser Tun, ermöglicht jedes weitere Bild.
Ichi go ichi e, wörtlich: Ein Treffen, ein Zusammensein, dieses Wort aus der Teezeremonie erinnert uns daran, wie einmalig jede Begegnung, das Zusammensein – und Tun mit anderen Menschen ist. Das heisst aber nicht, dass wir dauernd schauen, was der oder die Andere tut, im Gegenteil!

Ich bin einfach da. Im Hier und Jetzt lasse ich die Beziehungswirklichkeit zum Bambus zu. Ich vergesse mich, erfahre mich aufrecht als Rohr, tragend als Knoten, biegsam in den Zweigen, leer im Innern. Kein Raum für Emotionen, kein Gedanke an irgendwelche Ästhetik!
Wir schauen und malen, werden eins mit unserem Malgegenstand und unserem Tun.
Liebe und Schönheit, das was wir wesentlich sind, der Urstoff jeder Körperzelle, die Essenz allen Seins lässt sich kaum mit Worten benennen. Vielleicht sind Stille, Verehrung, Dankbarkeit zutreffender. Auch wenn noch längstens keine Meisterwerke entstehen, unser Staunen, unsere Hingabe im Tun sind Ausdruck dieser Liebe und Schönheit.

Je tiefer wir das Wunder unseres Seins, die Liebe zur Schöpfung erfahren, umso mehr wächst auch der Schmerz um alle leidenden Wesen und den Zustand unserer Erde, die wir rücksichtslos ausbeuten.
Staunen, die Liebe zum Leben spornt aber auch an, alle denkbaren Kräfte zu mobilisieren, um das zerstörte Gleichgewicht zu reparieren. Durch unser Verhalten zerstören wir Menschen vor allem uns selbst.
Es ist eine immense Herausforderung, zu sehen und wahrzunehmen was wir mit unserer Mitwelt tun, wie viel Zerstörung wir angerichtet haben, und uns dadurch nicht in unserer Kraft und Lebensfreude lähmen zu lassen. Wo unsere Lebenskraft unterdrückt („de-presst“) wird, nicht fliessen kann, ist Depression, wir sind kraftlos und krank.
Wenn es gelingt, zuzulassen was ist, wach und klar zu sehen: Bedrohendes sowie die unfassbaren Wunder unermesslicher Zeiträume (Zeiten- und Räume) der Schöpfung, erfahren wir gerade hier, tief in uns Gelassenheit und Ruhe - Im Wesentlichen ist gesorgt, das Wesentliche ist unzerstörbar.

 

 

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