Katharina Shepherd–Kobel

Neben der Tuschemalerei und dem Unterrichten, den Aufgaben als Mutter von vier erwachsenen Kindern, schätzt Katharina das Leben auf dem Lande, die herrliche Aussicht auf den Thunersee und die Berge, den Garten, die Pflege und den ständigen Kontakt mit Pflanzen und Tieren im Wechsel der Jahreszeiten.
Umweltschutz und der Einsatz für unsere Mitwelt beginnt im Alltagtäglichen, im eigenen Haus und Garten und öffnet für die Wunder der Natur, aber auch für das Leiden und die weltweiten Schwierigkeiten unserer Zeit.

Fast alle Pflanzen im Kurslokal kommen aus dem eigenen Garten. Es ist erstaunlich, wie sich das Wesen von Pflanzen im Laufe der Jahre vertieft zeigt, wie sich der Zugang auch zu ganz Alltäglichem erweitert durchs Pflanzen Pflegen, aber auch durch die vielen Menschen, die beim Malen andere Aspekte sehen und durch ihre Bilder einen Teil ihrer Wahrnehmung schenken.

Ausbildung: Nach der Ausbildung als Primarschullehrerin war Kathrina während einem Jahr unterwegs in Amerika und Kanada. Nach fünf Jahren Unterricht in einer Primarschule folgte 1977 ein Theologiestudium in Bern und Jerusalem.
 

1972 hatte Katharina mit Zenmeditation begonnen und wurde etwas später Schülerin von Pater Hugo Enomiya Lassalle. 1982 -1991 zehn Jahre Japanaufenthalt. Zenschulung unter Yamada Kôun Roshi. In Japan entdeckte Katharina die Tuschmalerei und hatte das grosse Privileg, während der ganzen Japanzeit den Tuschmalunterricht von Tazuko Niimura sowie auch Kalligraphieunterricht bei Shizuko Yamaguchi besuchen zu können. 
Zweijähriges Vollzeitstudium an der Sophia-Universität, Tokio, für japanische Sprache.

Seit 1992 Tuschmalunterricht in Bern und seit 2003 auch in anderen Zentren.
Diverse Ausstellungen in der Schweiz und in Deutschland.

Heute steht der Tuscheweg, die Hingabe im Tun, der spirituelle Prozess immer mehr im Zentrum. Katharina ist anerkannt als assistant Zenlehrerin der Sanbô-Kyôdan Schule.
Zum Handwerk, der Maltechnik gehören in vielen Seminaren auch eine Einführung in Zenmeditation und tägliches Sitzen. Der Tuscheweg ist ein Weg in die eigene Mitte. Gutes Handwerk ist untrennbar von Achtsamkeit.
Paul Shepherd, Katharinas Mann, autorisierter Zenlehrer in der gleichen Schule, leitet seit vielen Jahren Zenintensivkurse (Sesshin). Die beiden Wege sind letztlich nicht trennbar und vertiefen sich gegenseitig. 
Viel Inspiration aber auch neuen Zugang zu Fragen und Auseinandersetzungen unserer Zeit bekommt Katharina von ihrer Tochter und den drei Söhnen. Der Alltag mit seinem ganzen Reichtum und den unterschiedlichsten Herausforderungen ist wie die Nabe eines Rades im Mittelpunkt.